Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
Stadtentwicklung im Emscher Landschaftspark

Stadtentwicklung im Emscher Landschaftspark

Um die 1850er Jahre ist das Erscheinungsbild des Ruhrgebiets geprägt von Industrie- und Bergbauanlangen. Im Kohleabbau und in der Stahlproduktion fand ein Großteil der Menschen in der Metropole Ruhr ihren Arbeitsplatz. Doch heute, rund 164 Jahre später, ist der Wandel des Ruhrgebietes von Industriestätten zu grünen Wohn- und Freizeiträumen im vollen Gange.

Ein Naherholungsgebiet ist entsteht

Die Entstehung des PHOENIX See in Dortmund ist zum Beispiel eines der größten, realisierten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. Auf einer Fläche von rund 200 Hektar sind auf dem alten Hochofen- und Stahlwerkgelände, moderne Wirtschafts- sowie Wohnräume und die große Wasserfläche entstanden. Der See bietet viel Platz für verschiedene Wassersportarten oder andere Freizeitaktivitäten und auf einer Strecke von ca. 3,4 km kann man um ihn herum Spazierengehen, Joggen oder Radfahren. Ob vom Technologiepark PHOENIX West bis zu Dienstleistungs- und Freizeitangeboten hat sich der PHOENIX See zu einem attraktiven Ziel im Emscher Landschaftspark entwickelt.

Industrie und Kunst vereint

Der Duisburger Innenhafen war über ein Jahrhundert lang zentraler Hafen- und Handelsplatz der Stadt im Ruhrgebiet. Nach dem das Gelände seit Mitte der 1960er für zwei Jahrzehnte brach lag, hat es sich im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) grundlegend verändert: Neu angelegte Grachten, ein Stadtquartier, Bürogebäude sowie Gastronomie sind rund um das ehemalige Hafenbecken entstanden. Vom Innenhafen aus kann man unteranderem den „Garten der Erinnerungen“ oder den Altstadtpark fußläufig erreichen.

Von 1871 bis 1978 bestand die Zeche Mont Cenis in Herne-Sodingen. Im Rahmen der IBA 1992 entwickelten sich auf dem Areal des ehemaligen Steinkohlen-Bergwerk, ein moderner Energiepark und die Fortbildungsakademie Mont-Cenis des Landes Nordrhein-Westfalen.  Durch das besondere Energiekonzept des Geländes wird mithilfe von Methangas und einer Solaranlage auf dem Dach der Akademie eigener Strom produziert. Die mehrfach prämierte Fortbildungsakadmie beherbergt neben der Einrichtung des Innenministeriums NRW, weitere Büros der Stadtverwaltung und ein Café. Ummantelt wird der Gebäudekomplex von einer Hülle bestehend aus Stahl, Glas und Fichtenholz. Im Gebäudeinneren entsteht durch ein von Plamen eingesäumtes Wasserbecken und angenehmen Temperaturen, Urlaubsstimmung zu jeder Jahreszeit. In direkter Nähe zeugen das „Stelefeld“ von Herman Prigann und ein Steingarten als Relikte vom vergangenen Zechenbetrieb. Bei Nacht ist die von Mischa Kuball entworfene Lichtinstallation „Oval Light“ eine ganz besondere Landmarke, denn die blau leuchtenden Laternen folgen der oval angelegten Form des Stadtteilparks.

Der Emscher Landschaftspark wird sich auch zukünftig weiterentwickeln und spannende Kultur- und Freizeitangebote in der Metropole Ruhr bieten.

 

Steingarten im Stadtteilpark Mont-Cenis Herne

Steingarten im Stadtteilpark Mont-Cenis Herne