Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
Ruhrtriennale – Das Festival der Künste im Emscher Landschaftspark

Ruhrtriennale – Das Festival der Künste im Emscher Landschaftspark

Vorfreude ist die schönste Freude: Die Ruhrtriennale 2017 hat ihr Programm veröffentlicht und verraten, mit welchen spannende Produktionen sie dieses Jahr vom 18. August bis 30. September wieder besondere Orte der Industriekultur im Emscher Landschaftspark und in der Metropole Ruhr in Szene setzt. Denn Industriekultur und Kunst bilden schon seit längerer Zeit eine unschlagbare Allianz im Emscher Landschaftspark und im Ruhrgebiet. Ehemalige Gebläsehallen, Kokereien, Zechen oder Pumpenhäuser haben sich zu prominenten Festspielhäusern gemausert, die euch Kunst- und Kulturveranstaltungen im außergewöhnlichen Gewand präsentieren und nebenbei ihre ganz eigene Geschichte vom Ruhrgebiet erzählen. Spielorte der Ruhrtriennale im Emscher Landschaftspark sind in diesem Jahr: Landschaftspark Duisburg-Nord, Ringlokschuppen Mülheim/MüGa-Park, Zeche Zweckel in Gladbeck, UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen, Jahrhunderthalle/Westpark Bochum und LWL-Industriemuseum Zeche Zollern.

Alle Kunst- und Kulturliebhaber unter euch können sich beim diesjährigen Festival der Künste auf 700 Künstler und Künstlerinnen aus mehr als 29 Ländern und 41 Produktionen mit Uraufführungen, Neuinszenierungen und Deutschlandpremieren aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Musik, Tanz und Installation freuen. Was empfinden wir, wenn wir an die Zukunft denken? Verspricht sie, schöner zu sein? Unter dem Leitmotiv „Seid umschlungen“ sind Utopien und Zukunftsvisionen das Thema der aktuellen Spielzeit, mit der Johan Simons seine dreijährige Intendanz der Ruhrtriennale beschließt. Los geht es am 18. August in der Jahrhunderthalle im Westpark Bochum, in der das Festival mit einer Festspielrede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und einer Neuinszenierung von Claude Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“ eröffnet wird.

Jahrhunderthalle im Westpark Bochum

Jahrhunderthalle im Westpark Bochum

Am Spielort Jahrhunderthalle im Westpark Bochum erwartet euch außerdem unter anderem mit „The Broke ‘N’ Beat Collective“ eine Deutschlandpremiere der besonderen Art. Die Theatergruppen Theatre-Rites und 20 Stories High erzählen am 16. September in einem Remix aus Hip-Hop und Theater Geschichten von Teenagern in der Großstadt. „Cosmopolis“, nach dem gleichnamigen Roman von Don DeLillo, ist die letzte Musiktheater-Uraufführung der Spielzeit 2017 und die letzte Regiearbeit von Johan Simons als Intendant der Ruhrtriennale. Sie feiert am 22. September in der Jahrhunderthalle Weltpremiere. Auf dem Vorplatz der Halle wird die Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ ab dem 18. August ein verrücktes Kunstdorf inszenieren und „The End of Everything“ verkünden.  Und Musik gibt es natürlich auch: Am 23. August ist Kurt Wagner mit „Lambchop“ für ein Konzert zu Gast, unterstützt von der kanadischen Folkband „Timber Timbre“.

Industriekultur im Emscher Landschaftspark

Industriekultur im Emscher Landschaftspark

Eine Uraufführung könnt ihr unter anderem am Spielort Landschaftspark Duisburg-Nord erleben. Dort wird am 25. August die Komposition „Kein Licht“ nach einem Text von Elfriede Jelinek gezeigt, die eine Welt nach dem Super-GAU musikalisch beleuchtet. Mit dem dritten Teil „Hunger“ findet am 7. September die Schauspiel-Trilogie „Trilogie meiner Familie“, basierend auf Émile Zolas Lebenswerk „Die Rougon-Macquart“ ihren Abschluss. Alle drei Teile werden außerdem am 15. und 17. September als einzigartiges Theaterevent an einem Tag präsentiert – rund 11 Stunden Zeit für diese besondere Aufführung solltet ihr euch dabei schon nehmen. Wer so lange nicht still sitzen kann: Ab dem 2. September könnt ihr euch alternativ in den „White Circle“ begeben, eine Musik-Raum-Installation in der Kraftzentrale des Landschaftspark Duisburg-Nord.

In der Maschinenhalle der Gladbecker Zeche Zweckel feiert am 24. September das Theaterstück „Kleine Seelen“ des niederländischen Schriftstellers Louis Couperus Premiere. Am 26. August wird in der Maschinenhalle außerdem die Tanzproduktion „Bach. Cellosuiten (AT)“ mit 5 Tänzern und dem gefeierten Cellisten Jean-Guihen Queyras uraufgeführt.

Auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen erwartet euch eine spannende Ausstellung. Diejenigen, die eine Fahrt in den Truck Tracks Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll verpasst haben, können alle 7 Alben/Fahrten ab dem 19. August in der Mischanlage der Essener Kokerei Zollverein als audio-visuelle Gesamtkomposition erleben. Bei PACT Zollverein steht außerdem ab dem 2. September mit der Installation „Dienstbare Geister“ eine Auseinandersetzung mit Europas Kolonialgewalt und ihren Folgen als Parallelmontage auf dem Programm.

Musikalisch geht es im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern am 20. und 21. September mit Monteverdis „Marienvesper“ zu, die vom Collegium Vocale Gent unter der musikalischen Leitung von Philippe Herreweghe vorgetragen wird. Außerdem feiert ChorWerk Ruhr in der Maschinenhalle der Zeche Zollern mit dem Programm „Memoria“ am 25. August Premiere, das Werke von Tomás Luis de Victoria, John Cage und Morton Feldman von der spanischen Renaissance bis zum New Yorker „Abstract Expressionism“ miteinander verbindet.

Ringlokschuppen MüGa-Park/Mülheims Garten an der Ruhr Mülheim

Ringlokschuppen
MüGa-Park/Mülheims Garten an der Ruhr
Mülheim

Im MüGa-Park in Mülheim zeigen am 23. und 24. September drei Theaterkollektive der Masterclass der Campustriennale unter dem Thema „Neue Welten“ im Ringlokschuppen ihre Arbeiten.

Habt ihr schon das passende Angebot der Ruhrtriennale 2017 im Emscher Landschaftspark für euch gefunden? Tickets und weitere Informationen zum Programm findet ihr unter: www.ruhrtriennale.de