Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
MORO – Vier Buchstaben mit großer Wirkung!

MORO – Vier Buchstaben mit großer Wirkung!

MORO ist eine Abkürzung, von der die meisten wohl noch nichts gehört haben dürften. Doch diese vier Buchstaben haben seit 2017 einen großen Einfluss auf den Regionalverband Ruhr und somit auch auf den Emscher Landschaftspark. MORO steht für „Modellvorhaben der Raumordnung“. Doch was genau soll das nun heißen?

Als eine von fünf Regionen wurde die postindustrielle Kulturlandschaft der Metropole Ruhr ausgewählt und wird vom Bundesministerium des Inneren, Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Bürger/innen erkunden das Gelände des zukünftigen Natur- und Wassererlebnisparks

Bürger/innen erkunden das Gelände des zukünftigen Natur- und Wassererlebnisparks

unterstützt. Das Ziel dieses Projekts besteht darin, Landschaftsentwicklungsprozesse bzw. konkrete Vorhaben durch entsprechende Beteiligungsformen zu qualifizieren und umzusetzen.

Was zunächst nach trockenen, offiziellen Formulierungen klingt, lässt sich in drei Bausteine unterteilen, die die MORO-Ziele deutlich machen: Lokal, interkommunal und regional.

Auf lokaler Ebene lässt sich die Planung und der zukünftige Bau eines Wasser- und Naturerlebnisparks am Wasserkreuz an der Stadtgrenze von Recklinghausen und Castrop-Rauxel nennen. Dieser Park soll ein Mitmachpark werden und somit bürgerschaftliches Engagement in den Vordergrund stellen. Auch für Vereine kann der Park als Plattform dienen. Bereits in der ersten Entwurf-Phase des Parks zeigte sich, dass die MORO-Projekte auf die Ideen und Wünsche der Einwohnerinnen und Einwohner des Ruhrgebiets eingehen möchten: Denn der erste Projektentwurf wurde zusammen mit Jugendlichen im Rahmen einer Textwerkstatt konzipiert.

Auf Brachflächen im östlichen Emschertal sollen im Raum Dortmund, Castrop-Rauxel und Lünen Bienenweiden angepflanzt werden. Dieses Vorhaben ist ein interkommunales Projekt, also eine Zusammenarbeit mehrerer Kommunen und stellt gerade in Anbetracht der kritischen Situation der Bienen in Deutschland ein wichtiges, ökologisches Projekt dar. Auch dieses Vorhaben stammt aus dem reichen Ideenschatz der Gemeinschaft, denn Vorschläge zur Weiterentwicklung des Grünzuges konnten im Vorhinein eingereicht werden.

Grünzug östliches Emschertal

Grünzug östliches Emschertal

Die gesamte Kulturlandschaft der Metropole Ruhr soll im übergreifenden, regionalen Kontext durch Workshops über neue Kompensationslösungen durch naturbasierte Ökosystemleistungen auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden.

Auf diesen drei Ebenen soll erforscht, erprobt und konzipiert werden, wie die zukünftige Landschaftsgestaltung auf dem Weg zur postindustriellen Kulturlandschaft weitergehen kann. Hierbei lautet die Devise: „Mehr Aktionen und Projekte statt Programme und Pläne!“

Was bereits in den 90er Jahren mit der Umsetzung des „Emscher Landschaftsparks“ begann, sich in den Masterplänen „Emscher Landschaftspark 2010“ und „Emscher Zukunft“ weiterentwickelte, wird durch MORO weiter in eine spannende Zukunft geführt, die gemeinsam im Dialog mit den Menschen im Ruhrgebiet interaktiv gestaltet werden soll.

Wir sind gespannt, was MORO in Zukunft noch für den Emscher Landschaftspark bereit hält und werden euch auf dem Laufenden halten! Wer interessante, bereits realisierte Projekte erleben möchte, dem seien zum Beispiel die MST-Factory Dortmund, Phoenix-West, das Nordsternmuseum in Gelsenkirchen  oder auch der Erin-Park in Castrop-Rauxel empfohlen.