Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
Lichtkunst im Emscher Landschaftspark erhellt die dunkle Jahreszeit

Lichtkunst im Emscher Landschaftspark erhellt die dunkle Jahreszeit

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Doch obwohl die dunkle Jahreszeit begonnen hat, strahlt der Abendhimmel über dem Emscher Landschaftspark durch zahlreiche künstlerische Lichtinstallationen. So könnt ihr die beleuchtete Landmarken der Metropole Ruhr genießen.

Eine der Installationen trägt den Namen „Nachtzeichen“ und befindet sich auf der Halde Rungenberg in Gelsenkirchen. Auf dem Haldenplateau wurden zwei pyramidenförmige Spitzen angelegt, auf denen jeweils ein großer Strahler steht. Die Gestaltung der Halde übernahm der Schweizer Architekt Rolf Keller, die Lichtzeichen wurden von den Künstlern Klaus Noculak und Hermann EsRichter entworfen. Bei Nacht formen die Lichtkegel der großen Scheinwerfer die imaginäre Spitze der Halde. Um die Künstlichkeit und die geometrische Form der Halde Rungenberg im Ruhrgebiet zu betonen, ist deren Kuppe unbegrünt und bietet somit einen herrlichen Ausblick über die Stadt Gelsenkirchen, auf die Siedlung Schüngelberg oder auf die Veltins-Arena. Ebenfalls auf dem Haldengelände befindet sich das Kunstwerk „Schienenplateau“. Das aus Eisenbahnschienen gebaute Bodenrelief steht symbolisch für das wichtigste Transportsystem in der industriellen Entwicklung der Metropole Ruhr.

Lichtakzente machen den Emscher Landschaftspark besonders

Der bekannte Künstler Mischa Kuball hat die Lichtkonzeption „Oval Light“ im Stadtteilpark Mont-Cenis auf dem ehemaligen Zechengelände in Herne entworfen. Die 41 schmalen Säulen mit blau leuchtenden Spitzen folgen dem elliptisch angelegten Garten der Fortbildungsakademie. Die Höhe der metallenen Lichtstäbe variiert von 2,20 m in der Süd- bis 17,50 m in der Nordkurve des Stadtteilparks. Bei Nacht wirft das azurblaue Licht einen schönen Akzent auf den mit Pappeln umsäumten Weg rundum das Gelände. Mithilfe von Solarzellen auf dem Dach der Akademie Mont-Cenis wird die benötigte Energie erzeugt.

Wenn die Dämmerung einsetzt, erstrahlen auch die Gebäude des ehemaligen Hüttenwerks Meiderich im Landschaftspark Duisburg-Nord in vielen verschiedenen Farben. Der britische Lichtdesigner Jonathan Park konzipierte die besondere Beleuchtung Ende 1996. Einen tollen Ausblick über den illuminierten Landschaftspark bietet der begehbare Hochofen 5. Das vollständige Lichtprogramm gibt es an den Wochenenden und während Veranstaltungen auf dem Gelände zu bestaunen, unter der Woche beschränkt sich die Beleuchtung auf die drei Schornsteine der Industrieanlage. Im Jahre 2009 wurden die zahlreichen Flutlichter, Lampen und Strahler mit sparsamen LED-Leuchten ausgestattet, wodurch auch ein dynamischer Farbwechsel möglich wurde.

Und es gibt noch viel mehr Lichtkunst im Emscher Landschaftspark zum Beispiel das Tetraeder in Bottrop, der Förderturm in Bönen, die Brücke „Slinky springs to Fame“ in Oberhausen