Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
Klettern im Nordsternpark Gelsenkirchen

Klettern im Nordsternpark Gelsenkirchen

Ihr wollt hoch hinaus in der Metropole Ruhr? Wie wäre es mit Klettern? Dafür müsst ihr nämlich nicht gleich in die Berge fahren, ein Ausflug in den Emscher Landschaftspark reicht völlig aus. Im Nordsternpark in Gelsenkirchen lassen sich an drei künstlichen Kletterfelsen unter freiem Himmel schwindelerregende Höhen erreichen. Natürlich mit Sicherung!

Das Gelände der Zeche Nordstern bekam bereits 1865 seinen Namen, als im Rahmen der Nordwanderung an diesem Ort das erste Kohlebergwerk nördlich der Emscher errichtet wurde. Die Ausgestaltung der Zeche übernahm der Industriearchitekt Fritz Schupp, der auch die Zeche Zollverein in Essen entwarf. Auf Grund der Kohlekrise fand 1993 die letzte Grubenfahrt statt. Danach wurde die Zeche geschlossen. Doch das Gelände sollte eine neue Funktion finden. Als Gewerbegebiet bietet es heute zahlreiche Arbeitsplätze und Wohnmöglichkeiten in der Metropole Ruhr. Geprägt ist das Gelände von Industriekultur und Industrienatur. 1997 fand hier in Anlehnung an die IBA Emscher Park die Bundesgartenschau statt, was der alten Zeche einen erneuten Wandel einräumte. Seit der erfolgreichen Etablierung als Landschaftspark bietet der Nordsternpark in Gelsenkirchen unzählige Freizeitangebote und Erholungsmöglichkeiten für Groß und Klein in der Metropole Ruhr. Durch seine gute Lage hat der Park direkten Anschluss an die Route der Industriekultur und gehört darüber hinaus sogar zu den 25 Ankerpunkten der Route.

Klettern ist eines der vielfältigen Freizeit- und Erholungsangebote im Nordsternpark Gelsenkirchen. Der Deutsche Alpenverein Sektion Gelsenkirchen e.V. bietet hier im Emscher Landschaftspark Grund- und Aufbaukurse an, bei denen das selbstständige Klettern in Toprope (besonders sicher und leicht zu lernen) und die zugehörige Sicherung – zum Beispiel der Anseilknoten – erlernt wird. Falls ihr nicht wisst, ob diese Sportart etwas für euch ist, könnt ihr auch zunächst bei einem Schnupperklettern teilnehmen. Auf einer Fläche von 1070 Quadratmetern mit 2500 aufgeschraubten Griffen können bis zu 80 verschiedene Routen geklettert werden. Diese variieren in Schwierigkeits- und Neigungsgraden. Der Verein profitiert von seinen engagierten Ehrenamtlichen, die Gruppen und Kurse begleiten oder trainieren.

Also, wenn ihr den Emscher Landschaftspark mal aus der Vogelperspektive betrachten wollt und dies gleichzeitig mit sportlicher Aktivität verbinden möchtet: Macht euch auf zum Nordsternpark in Gelsenkirchen.

Selbst der ein oder andere mit Höhenangst konnte sich bereits beim Klettern überwinden und die Aussicht vom Felsen genießen. Wenn ihr trotzdem lieber am Boden bleiben möchtet, hat der Deutsche Alpenverein Sektion Gelsenkirchen e.V. noch weitere Angebote für euch. So gibt es neben dem Klettern auch eine Wandergruppe, die regelmäßig Wanderungen in der Metropole Ruhr macht. Wir haben dazu mit Olaf Basilowski vom Deutschen Alpenverein Sektion Gelsenkirchen e.V. ein kleines Interview geführt.

Drei Fragen an Olaf Basilowski vom Deutschen Alpenverein Sektion Gelsenkirchen e.V.:

  1. Was fasziniert Sie so am Klettersport?

Früher hat mich vor allem das Klettern in freier Natur fasziniert. Auch Bergsteigen und Berggehen macht einfach Spaß, wenn man dabei die Natur genießen kann. Und das gewisse Risiko-Gefühl reizt natürlich auch, obwohl ich immer versucht habe, das Risiko zu minimieren. Heute spielt bei vielen wohl der sportliche Aspekt eine größere Rolle. Und Klettern ist nicht so langweilig wie etwa Joggen.

  1. Warum lohnt es sich, im Emscher Landschaftspark die Kletterfelsen im Nordsternpark auszuprobieren?

Der Vorteil ist, dass man nicht ewig unterwegs ist. Wenn man einfach mal ein bisschen Klettern will, muss man nicht vorher stundenlang fahren und/oder wandern, bis man einen passenden Felsen gefunden hat. Der Nordsternpark liegt ja recht zentral im Emscher Landschaftspark. Die meisten bleiben dann so zwei bis drei Stunden zum Klettern. Außerdem ist es für alle Altersgruppen geeignet. Kinder bis 14 Jahre benötigen jedoch die Beaufsichtigung von Erwachsenen. Das können sowohl Eltern, als auch vereinsmäßig organisierte Gruppenleiter sein.

  1. Haben Sie schon einmal eine brenzlige Situation beim Klettern erlebt?

Na klar! So etwas gibt es beim Klettern immer. Man stößt schon gelegentlich an seine Leistungsgrenzen. Da weiß man manchmal nicht mehr, wo der nächste Tritt hingehen soll oder ob der Haken hält. Aber heute ist es längst nicht mehr so gefährlich wie zu meinen Anfangszeiten. Wenn man heute einen Vorstieg klettert, braucht man keine Angst zu haben, dass man runterfällt. Die Haken sind sicher!