Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
Innenhafen Duisburg: Freizeitoase am Wasser

Innenhafen Duisburg: Freizeitoase am Wasser

Der Innenhafen Duisburg ist eine abwechslungsreiche Erlebnisoase im westlichen Emscher Landschaftspark und einer der 25 Ankerpunkte der Route der Industriekultur. Hier findet ihr alles, was das Herz begehrt. Wenn ihr Hunger habt, wird euch hier eine Vielzahl an verschiedenen Restaurants geboten oder ihr macht Halt in einem der Cafés, die über den Innenhafen verteilt sind. Wasserfreunde sind bei der Marina Duisburg gut aufgehoben oder machen eine Hafenrundfahrt. Auch für die kulturelle Bildung könnt ihr und eure kleinen Begleiter hier viel tun. Wir haben uns vor Ort umgesehen und stellen euch heute den Duisburger Innenhafen und seine Ecken und Winkel vor.

Der Innenhafen war einst Hafen- und Handelsplatz, mit vielen Getreidemühlen- und Speichergebäuden, die zum Teil auch heute noch hier stehen und dem Hafen den Beinamen „Brotkorb des Ruhrgebiets“ gaben. Was wir noch erfahren, ist dass der Innenhafen Duisburg im Zuge der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park vom britischen Stararchitekt Lord Norman Foster entworfen worden ist. Fosters Vision war es, den Hafen für die Duisburger und die anderen Bewohner und Bewohnerinnen der Metropole Ruhr wieder zu einem lebendigen Ort werden zu lassen.

Mit dieser Info laufen wir weiter, bis uns die ziegelfarbenen Türme einer Hubbrücke ins Sichtfeld geraten. Das scheint wohl die Schwanentorbrücke zu sein. Wir werden direkt überrascht, als sich die Brücke mit den links und rechts an den Türmen befestigten Seilen für ein Hafenrundfahrtschiff öffnet. Weil wir früh dran sind, hält sich der Andrang für die Hafenrundfahrten erst einmal in Grenzen. Trotzdem schauen wir auf den Abfahrtsplan, damit wir für das nächste Mal Bescheid wissen. Die Hafenrundfahrt durch den Duisburger Hafen ist ab dem Fahrgastschiffanleger Steiger Schwanentor möglich und dauert zwei Stunden.
Ein paar Schritte weiter stehen wir schon unmittelbar im Altstadtpark. Wir genießen das Stück Ruheoase zwischen den ehrwürdigen Hafengebäuden und verweilen schließlich im Garten der Erinnerungen, einem ganz besonderen Erlebnisort im Emscher Landschaftspark. Eine große Infotafel erzählt uns die Geschichte dieses außergewöhnlichen Parks, der bewusst mit den Gestaltungsmerkmalen eines städtischen Parks bricht. Hier war ein Meister der Gestaltung am Werk: Der international bekannte israelische Künstler Dani Karavan hat Lagerhallen und Kontore auf ihr tragendes Gerüst reduziert und Gebäude bis auf ihr Treppenhaus abgebrochen. Der Boden ist von weißen Linien überzogen, die die Grundrisse der ehemaligen Gebäude einschließen. Wir schauen etwas genauer hin und  sehen, dass hier ganz verschiedenen Grassorten wachsen. Hier und da sehen wir Reste der abgerissenen Lagerhallen, die hier mal standen und an die industriekulturelle Bedeutung der Region erinnern. Zwischen den verschiedenen Grüntönen sticht uns auch eine gelb-bräunliche Fläche ins Auge. Hier hat Karavan Weizen angebaut, um den Beinamen des Duisburger Innenhafens „Brotkorb des Ruhrgebiets“ zu veranschaulichen und dem ehemaligen Getreidehafen ein ungewöhnliches Denkmal zu setzen.

Wir schauen zur anderen Seite des Ufers und sehen die Marina Duisburg. Auch wenn wir selbst kein Boot an einem der Dauerliegeplätze liegen haben, genießen wir das Panorama  und den maritimen Flair von der Uferpromenade sehr.

Unser Blick schweift nach rechts und fällt auf hochmoderne Gebäudekomplexe mit Büros und Geschäftsräumen. Wir können uns gut vorstellen, hinter einem der zahlreichen Glasfassaden an

Explorado Kindermuseum Duisburger Innenhafen  Duisburg

Explorado Kindermuseum
Duisburger Innenhafen
Duisburg

einem Schreibtisch zu sitzen und den Ausblick zu genießen.
Hier am Wasser weht eine frischere Brise, als wir es aus der City gewöhnt sind, deshalb schlingen wir uns unsere Schals etwas fester um und schlendern weiter durch den Innenhafen. Dabei kommen wir am Explorado Kindermuseum vorbei. Als wir näher treten, lesen wir, dass das Explorado das größte Kindermuseum Deutschlands ist und vor allem experimentierfreudige Kinder zwischen vier und zwölf Jahren begeistert. Das 3.000 m² große Explorado befindet sich in der alten Werhahn-Mühle, die  früher ein Getreidespeicher war. Die 1969 stillgelegte Mühle wurde noch bis 1995 als Lagerraum für Getreide genutzt. Seit 2002 könnt ihr in dem geschichtsträchtigen Gebäude neben dem Explorado auch Geschäftsräume mieten, zum Friseur gehen oder etwas Leckeres essen.
Etwas Leckeres essen ist eine gute Idee: Wir legen in einer der gemütlichen Gastronomien erst einmal eine Rast ein. Mit unseren Snacks und Getränken sitzen wir auf der Sonnenterrasse am Wasser und genießen den Blick auf das Hafenareal. Die Gläser sind leer und wir setzen unseren Weg fort. Am Ende der Promenade liegt das Museum Küppersmühle mit seiner beeindruckenden Architektur, denn die Küppersmühle diente bis in die 1970er Jahre ebenfalls als Getreidespeicher. Seit 1999 ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich und  präsentiert Kunst von den 1950ern bis heute, mit Werken unter anderem von Anselm Kiefer und Gerhard Richter und wechselnden Ausstellungen zu Malerei, Skulptur, Photographie und Videokunst.

Erholung am Wasser, Kunst und Kultur: Der Innenhafen Duisburg hat von allem etwas zu bieten. Wer einen Ausflug zum Hafen mit dem Rad unternehmen will, kann den besonderen Erlebnisort der Industriekultur einfach und bequem über den  Emscher Park Radweg erreichen, der als Rundkurs mit 230km Länge von Duisburg bis Hamm quer durch die Metropole Ruhr führt.

Um richtigen Trubel im Duisburger Innenhafen zu erleben, besucht ihr am besten den Marina Markt, der vom Frühjahr bis zum Herbst einmal im Monat stattfindet und euch eine gelungene Mischung  aus Wochenmarkt, Kunsthandwerk und Gastronomie bietet. Hier könnt ihr ein Eis essen, euch ausgefallenes Kunsthandwerk ansehen und das Panorama genießen. Wir haben uns die Daten schon in den Kalender gesetzt!