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Emscherlandschafts Park
Emscherkunst 2016

Emscherkunst 2016

„Entdecke die Kunst – erlebe Veränderungen“! Unter diesem Motto werden vom 4. Juni bis zum 18. September 2016 bei der Emscherkunst 2016 zahlreichen Arbeiten von internationalen Künstlern mitten in der Metropole Ruhr, zwischen Holzwickede und Herne, präsentiert. 100 Tage lang könnt ihr die beeindruckende Ausstellung auf der 50 Kilometer lange Strecke entlang der Emscher erkunden und Kunst für euch selber entdecken. Durch sieben Kunstareale im Emscher Landschaftspark, zwischen Natur und Stadt, führt euch der Parcours der zeitgenössischen Kunst durch die Städte Holzwickede, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne. Insgesamt 24 Werke verschiedenster Künstler verteilen sich auf die sieben Ausstellungsräume, die euch den ganzen Sommer mit spannenden und unterhaltsamen Veranstaltungsprogrammen ein künstlerische Erlebnis im Emscher Landschaftspark bieten.

Das große Eröffnungsfest am 4. Juni findet am Hörder Burgplatz am PHOENIX See in Dortmund statt und läutet mit euch den Auftakt zum Kunstsommer im Emscher Landschaftspark ein. Das Fest beginnt um 14 Uhr und wird offiziell um 16 Uhr von NRW-Kulturministerin Christina Kampmann eröffnet. Auf dem Programm stehen Führungen zu den einzelnen Kunstwerken am und um den PHOENIX See sowie ein buntes familienfreundliches Bühnenprogramm am Hörder Burgplatz. Neben einer Kunstrallye für Kinder und einer bunten gastronomischen Vielfalt gibt es Live-Musik von den Bands „Culture Pool“ und „No Escape“. Der Eintritt ist frei.

Am PHOENIX See findet ihr in unmittelbarer Seenähe fünf feststehende und eine mobile, durch den gesamten Ausstellungsort verlaufende Arbeit. Am östlichen Ende des Sees befindet sich die bewohnbare „cloud machine“ von dem Künstler Reiner Maria Matysik und am südlichen Seeufer befinden sich zwei von der dreiteiligen Skulpturenserie „Spirits of the Emscher Valley“ von Lucy und Jorge Orta. Außerdem könnt ihr vom 4. Juni bis zum 19. Juli die mobile Expeditionsstation „ARCA“ der Künstlerinnen Stracke & Seibt erkunden, die ihr am Jachthafen des PHOENIX Sees findet. Die „ARCA“ macht im Laufe der Emscherkunst an allen sieben Kunstarealen im Emscher Landschaftspark Halt.

Am Emscherquellhof habt ihr die einmalige Möglichkeit, Teil des Kunstwerkes „Aus der Aufklärung“ zu werden: Auf dem Zeltplatz am Besucherzentrum Emscherquellhof können die Campingfreunde unter euch in speziell designten Zelten des chinesischen Künstlers Ai Weiwei übernachten. Auf einer Wiese nahe dem Hof erschafft der schwedische Künstler Henrik Håkansson mit seinem Kunstwerk „The Insect Societies“ beeindruckende Bienenhäuser und eröffnet damit eine Version für die ökologische Zukunft im Neuen Emschertal.

Weitere spannende Kunstwerke findet ihr auf der Kokerei Hansa in Dortmund. Die „Schutzhelme“ von der Künstlerin Sujin Do oder die Filminstallation „Schlagende Wetter“ von M+M sind auf dem Gelände und in unmittelbarer Umgebung der alten Kokerei im Ruhrgebiet, zwischen Industrienatur und Industriekultur, zu finden.

Das Areal am Stadthafen Recklinghausen ist unter anderem Ausstellungsort des Kunstwerkes „Waste Water Fountain“ der dänischen Künstlergruppe SUPERFLEX. Das temporäre Denkmal in Form eines großen Springbrunnens ist mitten im Lauf der Emscher platziert. Außerdem könnt ihr auf der Fußgängerbrücke am Museum Strom und Leben in Recklinghausen das Kunstwerk „Analyse“ von Roman Signer bewundern.

Der Künstler Tobias Zielony zeigt seine filmische Arbeit „Tamil Stars“ in einem Ladenlokal am Dortmunder U, unmittelbar am Dortmunder Hauptbahnhof. Über den Stadtraum des Unionviertels verteilt sich das Projekt der Kunstakademie Münster „Stadt-Raum-Bewegung“. Die Brückenskulptur „Warten auf den Fluss“ der niederländischen Künstlergruppe Observatorium könnt ihr während der Emscherkunst am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel entdecken. In den Pavillons der einzigartigen Skulptur könnt ihr sogar übernachten und gemeinsam auf die Neue Emscher warten.

Ganz besonders interessant ist die Reihe „Künstler vor Ort“ für alle Kunstbegeisterten unter euch. Die Künstler stehen euch Rede und Antwort an ihren Kunstwerken. Nirgendwo sonst bekommt ihr die Möglichkeit, eure Fragen und Eindrücke direkt mit den Künstler auszutauschen und deren eigene Interpretation der Kunstwerte zu erfahren. Am 26. Juni 2016 machen die Landschaftsarchitekten von atelier le balto an der Kokerei Hansa mit ihrem Kunstwerk „Kunstpause“ den Anfang. Im persönlichen Gespräch mit den beiden Künstlerinnen Stracke & Seibt am 17. Juli am Dortmunder U erfahrt ihr wissenswerte Details über das Expeditionsschiff. Im Gespräch mit Co-Kuratorin Dr. Simone Timmerhaus berichtet der italienische Künstler Massimo Bartolini am 13. August über die ortsspezifische Konzeption seines Emscherkunst-Werks „Black Circle Square“ am Hochwasserrückhaltebecken in Castrop-Rauxel.

Die Emscherkunst findet im Sommer 2016 bereits zum 3. Mal statt. Seit den 1990er-Jahren wird die einst nur als offener Abwasserkanal bekannte Emscher zu einer naturnahen Flusslandschaft umgebaut – ein Projekt über Generationen und eines der größten Renaturierungsprojekte der Welt! Bis 2020 soll die ca. 80 Kilometer lange Emscher mit all ihren Nebenläufen ökologisch verbessert werden. Mit diesem grundlegenden Umbau, der sowohl landwirtschaftliche als auch industrielle Veränderungen in der Metropole Ruhr mit sich bringt, setzt sich jedes einzelne Kunstwerk der Emscherkunst auseinander und unterstützt diesen Prozess.

Alle Kunstwerke und -orte der Emscherkunst 2016 sind an die Radwege im Emscher Landschaftspark angeschlossen, sodass ihr ganz bequem die Ausstellungen mit dem Rad besuchen könnt. Außerdem werden euch verschiedene Führungen per Rad, Bus, Segway oder zu Fuß angeboten. Dieses einzigartige Open-Air-Kunsterlebnis solltet ihr euch nicht entgehen lassen!