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Emscherlandschafts Park
Geschichte

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Zurück zum Anfang – Die Geburt des Emscher Landschaftsparks

Es war einmal … So oder so ähnlich könnte auch die Geschichte der Entstehung des Emscher Landschaftsparks beginnen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte Robert Schmidt aus einer Reihe von Diskussionsprozessen die Vision eines „Nationalparks“ für den so genannten „Rheinisch-Westfälischen Industriebezirk“. Das Besondere an dieser Vision war die Idee, einen integrierten Wiesen- und Waldgürtel zu gestalten, der von allen beteiligten Gemeinden leicht zu erreichen ist. So sollten in den schnell wachsenden Industriestädten Erholungsräume und Frischluftschneisen gesichert werden – von diesen grünen Oasen profitiert das Ruhrgebiet bis heute.

Die Idee des Emscher Landschaftsparks war geboren.

Zu Beginn der 1990er Jahre nahm der Vorschlag von Robert Schmidt tatsächlich Gestalt an. Der Park sollte als zentrales Gestaltungselement des enormen Strukturwandels genutzt werden und dessen Folgen einen positiven Charakter verleihen. Mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park (1989-1999) war der Startschuss für das neue Gesicht des Strukturwandels gegeben.

Der Masterplan Emscher Landschaftspark 2010 gab dem Park 2005 schließlich ein planerisches Fundament. Im darauffolgenden Jahr wurde der Regionalverband Ruhr zum Träger des Emscher Landschaftsparks. Schritt für Schritt entwickelte sich eine neue, urbane Kulturlandschaft.

Die zahlreichen Grünflächen, Halden und Landmarken machen deutlich, dass die Idee viel mehr als nur einen gewöhnlichen Park realisierte. Die räumliche Ausdehnung geht weit darüber hinaus. Auf über 457 km², quer durch das zentrale Ruhrgebiet, können zurzeit Radwege, Sehenswürdigkeiten oder auch verschiedene Events von den Besuchern erlebt werden. Der industrielle Landschaftswandel ist heute in all seinen Dimensionen erfahrbar und wird durch den Emscher Landschaftspark perfekt in Szene gesetzt. Die Architektur und Maschinen der Schwerindustrie zeigen sich dabei eingebettet in Parks und farbenprächtige Natur und bereitet dadurch eine faszinierende Atmosphäre der Industriekultur.