Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park

Die Internationale Bauausstellung Emscher Park – ein Landschaftspark im Wandel

Dass die Internationale Bauausstellung Emscher Park 1989 das ganze Projekt Emscher Landschaftspark erst ins Leben rief, ist kein Geheimnis. Doch was genau könnt ihr euch unter der Internationalen Bauausstellung vorstellen?

Die Internationale Bauausstellung wurde 1989 vom Land Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen, um sich des stark durch die Industrie geprägten, fast schon zerstörten Raumes rund um die Emscher anzunehmen. Das Ziel war es, diese durch die Industrie entstandenen Mängel im Laufe der nächsten Jahre wieder auszubessern. Dabei ging es vor allem um die folgenden Hauptthemen: Emscher Landschaftspark, Verbesserung des Emscher-Systems, Arbeit im Park, Neues Wohnen und die anderweitige Nutzung stillgelegter industrieller Gebäude, um diese weiterhin zu erhalten.

Ein ökologischer Wandel musste her

Das Ziel, welches alle diese Themen gemeinsam hatten, war es, die Metropole Ruhr von einer alten Industrieregion in eine attraktivere, grünere Emscher-Region umzuwandeln und so den dort lebenden Menschen ihre Heimat angenehmer zu gestalten. Doch auch der ökologische Wandel war zwingend notwendig, da durch die Industrie viele Teile der Natur rund um die Emscher zerstört wurden.

Bis 1999, also zehn Jahre, wirkte die Internationale Bauausstellung Emscher Park in der Metropole Ruhr in Kooperation mit vielen Kommunen des Ruhrgebiets mit. Bis zum Ende dieses Großprojekts wurden insgesamt etwa 129 Projekte realisiert und mehr als zwei Milliarden Euro in den Aufbau und die Erhaltung der gesamten Emscher Region investiert.

Ihr fragt euch, warum die Internationale Bauausstellung gerade in der Emscher Region mitwirkte? Ist eigentlich logisch, denn das nördliche Ruhrgebiet war im letzten Jahrhundert das Kerngebiet der industriellen Arbeit und somit stark von der Industrie gezeichnet. Dieses Image galt es zum Positiven hin zu verändern.

Für euch ist das wohl wichtigste Projekt vermutlich der Aufbau des Emscher Landschaftspark. Denn ohne die Arbeit der Internationalen Bauausstellung Emscher Park würde die Anzahl der Freizeitmöglichkeiten, Grünflächen und Naherholungsgebiete im Ruhrgebiet heute wahrscheinlich nicht so vielfältig sein. Auch die vielen aus der Industrialisierung übriggebliebenen Denkmäler wären vielleicht abgerissen anstatt, wie beispielsweise der Gasometer in Oberhausen, anderweitig genutzt zu werden. Vor allem die damals ungenutzten Industriebrachen wurden ökologisch umgewandelt und so wieder für den Menschen zugänglich gemacht.

Ein Naherholungsgebiet entsteht

Durch die Internationale Bauausstellung Emscher Park entstand in einem lange andauernden Prozess eine ganz neue Form von Natur und Erholung direkt vor eurer Haustür. Trotzdem wird die industrielle Vergangenheit nicht verdrängt, sondern durch die Nutzung alter Industriegebäude aufgearbeitet. Denn nicht zuletzt durch die für das Ruhrgebiet charakteristischen Industriedenkmäler, die auch bis über die Grenzen vom Emscher Landschaftspark bekannt sind, ist die Metropole Ruhr zu einem attraktiven Ziel für Menschen aus aller Welt geworden.

Die Internationale Bauausstellung legte also vor mehr als 20 Jahren den Grundstein für den Wandel der Metropole Ruhr und den Aufbau vom Emscher Landschaftspark und bis heute werden unter der Trägerschaft des Regionalverband Ruhr (RVR) zahlreiche Projekte im Landschaftspark realisiert, die zur Zeit vor allem die Umgestaltung des Abwassersystems der Emscher beinhalten. Der Emscher Landschaftspark wird also stetig für euch weiter entwickelt.