Metropoleruhr
Emscherlandschafts Park
Der Emscher Landschaftspark zwischen Industrienatur,-kultur und Biodiversität

Der Emscher Landschaftspark zwischen Industrienatur,-kultur und Biodiversität

Ihr seid Biologie-, Natur- und Kulturfans? Dann seid ihr im zentralen grünen Park der Metropole Ruhr genau richtig, denn im Emscher Landschaftspark verbinden sich Industrienatur, -kultur und Biodiversität und bieten so ein wissensreichen Freizeitziel für die ganze Familie.

Der grundlegende Strukturwandel des Ruhrgebiets innerhalb der letzten Jahre veränderte das Leben und auch die Natur in der Metropole Ruhr nachhaltig. Für viele Industriebrachen im Ruhrgebiet, die durch Wirtschaftskrisen und Stilllegung der Zechen entstanden, fand sich zunächst kein neuer Verwendungszweck. So kehrte, noch bevor Künstler und Designer den Landschaftspark für sich entdeckten, die Natur dorthin zurück. Heute steht der Emscher Landschaftspark für Erholung, Freizeit und Entspannung aber auch für einen Lebensraum einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt.

Biodiversität in der Region speziell im Emscher Landschaftspark

Speziell die Biodiversität, also die Vielfalt zwischen und innerhalb von Arten,  ist ein Thema welches das Ballungsgebiet der Metropole Ruhr beschäftigt. So ist es interessant, dass sich gerade in Städten viele verschiedene Lebengemeinschaften und auch neue Arten zu einen dynamischen Lebensraum zusammengefunden haben.

Auch der Emscher Landschaftspark, welcher sich durch seine industriegeprägten Landschaften gekennzeichnet, ist heute wieder ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Das von der Industrie zerstörte Land wird seit der IBA Emscher Park durch aufwendige Renaturierung, Wiederherstellung und Erneuerung zahlreicher Flächen für Mensch und Tier zum Erholungsraum. Durch die Renaturierung der Emscher, die fast über 100 Jahre als stinkender Abwasserkanal galt, kommt man nun dem Ziel, den Erhalt der biologischen Vielfalt zu fördern, wieder ein Stück näher.

Standorte für biologische Vielfalt im Emscher Landschaftspark

Speziell die einzigartige Naturlandschaft im Gleispark Frintrop in Essen ist durch seine großzügigen Wiesenflächen ein interessantes Ausflugziel in der Metropole Ruhr. Das Gelände des ehemaligen Rangier- und Sammelbahnhof, welches durch Schotterbetten der Industrie noch heute nachhaltig verändert ist, ist heute einer der artenreichsten Standorte im Ruhrgebiet. Nach Renaturierung des Geländes entstand ein Vegetationsbereich mit verschiedenen Entwicklungsstationen.

Die Halde Großes Holz in Bergkamen ist spätestens seit der Gründung der  Ökologiestation 1995 ein super Tipp für eine wissensreiche Tour für Kinder und Erwachsene im Ruhrgebiet. Neben westfälischem Bauerngarten und Bienenlehrpfad wird den Besuchern der schonende Umgang mit der Natur demonstriert.

Auch der Beversee in Bergkamen ist ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie. Auf Waldwegen rund um den See sowie an Aussichtsplateuas können Besucher bei Spaziergängen eine artenreiche Flora und Fauna entdecken. Der Waldsee im Norden der Stadt bietet Lebensraum für über 50 verschiedene Vogelarten und auch Fledermäuse können hier beobachtet werden.

Die begehbare Kokerei Hansa in Dortmund ist neben Naherholungsgebiet und Freizeitfläche heute ein Lebensraum für eine mannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt. Die artenreiche Fauna an den Wasserbecken des alten Industriegeländes, bereichert durch Exoten den Standort im Rahmen der Route Industrienatur und den Erlebnispfad „Natur und Technik“.

Route Industrienatur

Ein großes Stück Industrienatur erleben Besucher entlang der Themenroute Industrienatur, die gleich mehrere interessante Standorte, an  denen Natur und Industrie einen gemeinsamen Weg gefunden haben, verknüpft. Die Route quer durch den Emscher Landschaftspark, welcher heute wieder eine artenreiche biologische Vielfalt aufweist, fasst an insgesamt 19 Standorte Industrienaturen zusammen.

 

Weitere Informationen über die Route Industrienatur findet ihr unter http://www.metropoleruhr.de